Andere Behandlungen für Myome

Operative Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)

Die operative Gebärmutterentfernung ist nach wie vor die am häufigsten angewandte Behandlung bei Frauen mit Gebärmuttermyomen. Die Gebärmutter wird vollständig entfernt, ein erneutes Auftreten von Myomen wird somit ausgeschlossen. Der Chirurg kann die Operation durch die Bauchhöhle oder die Scheide durchführen, und gegebenenfalls die Eierstöcke erhalten. Gebärmutterentfernung ist häufig die Methode der Wahl bei Frauen mit großen Myomen oder starken Blutungen. Sie sollte jedoch nur bei Frauen angewandt werden, die ihre Familienplanung abgeschlossen haben.
 

Myomausschälung

Bei einer Myomausschälung werden die Myome operativ aus der Gebärmutterwand entfernt. Während Myome in der Gebärmutterhöhle durch Scheide und Gebärmutterhals entfernt werden können, lässt sich bei Myomen in der Wand oder Außenschicht der Gebärmutter ein Hautschnitt nicht vermeiden. Bei einer hysteroskopischen Myomausschälung werden einzelne oder mehrere Myome (meist in der Gebärmutterhöhle) mithilfe eines Gebärmutterspiegels entfernt, der durch den Gebärmutterhals geführt wird. Bei einer laparoskopischen Myomausschälung werden Myome (üblicherweise bis zu einer Größe von 6 cm, je nach Lage) auf der Außenseite der Gebärmutter über einen kleinen Schnitt in die Bauchdecke entfernt. Bei einer Myomausschälung durch die Bauchhöhle sind Einschnitte in Bauch und Gebärmutter notwendig. Durch die Myomausschälung wird das Fortpflanzungspotenzial erhalten – nach einer ausreichenden Ausheilungszeit ist im Allgemeinen wieder eine gefahrlose Empfängnis möglich. Die Entbindung muss jedoch möglicherweise als Kaiserschnitt durchgeführt werden.

Andere Behandlungsmethoden für Myome sind Gebärmutterentfernung, Myomausschälung, Embolisation, und Hormontherapie.

 

Embolisation

Eine Alternative zur operativen Entfernung ist die Myomembolisation. Dieses Verfahren, das ursprünglich zum Stoppen von nachgeburtlichen Blutungen angewandt wurde, hat sich seit Mitte der 1990er Jahre zunehmend als Behandlungsmethode für Gebärmuttermyome etabliert. Ein Arzt setzt in der Leistengegend einen kleinen Katheter in die Oberschenkelschlagader ein, und führt diesen anhand von Röntgenbildern zu den Arterien, die die Gebärmutter versorgen. Über den Katheter werden in die Blutgefäße, die das Myom versorgen, kleine Kunststoffpartikel eingeführt. Die Partikel blockieren die Blutversorgung des Myoms. Das Myom schrumpft, und die Symptome gehen typischerweise innerhalb von zwei bis drei Monaten zurück. Für Frauen mit Kinderwunsch kann Myomembolisation in Ausnahmefällen in Absprache mit einem interventionellen Radiologen in Betracht gezogen werden.

 

Hormontherapie

Bei der Hormontherapie werden Anti-Baby-Pillen und Hormone eingesetzt. Eine aktuelle Entwicklung der Hormontherapie ist die Verabreichung synthetischer GnRH-Agonisten (gonadotropinfreisetzende Hormonagonisten), die die vom Körper produzierte Östrogenmenge reduzieren. Geringere Östrogenspiegel führen zum Schrumpfen von Myomen und Gebärmutter und mildern auf diese Weise die Symptome. GnRH-Agonisten stoppen auch die Regelblutung und beschleunigen deshalb gegebenenfalls die Erholung von einer Blutarmut. Wenn die Therapie unterbrochen wird, erreichen die Myome jedoch innerhalb von vier bis sechs Monaten wieder ihre ursprüngliche Größe. Die meisten Hormontherapien haben eine empfängnisverhütende Wirkung und oftmals erhebliche Nebenwirkungen.