Ablauf der Behandlung

Die MR-HIFU-Behandlung ist ambulant. Das bedeutet, dass Patientinnen, die morgens ins Krankenhaus kommen, noch am gleichen Tag wieder entlassen werden.

Vorbereitung

Die MRT-geführte HIFU-Behandlung eines Myoms mittlerer Größe dauert insgesamt ungefähr 3 Stunden. Die lange Behandlungszeit ergibt sich aus der zeitaufwändigen Vorbereitung und Behandlungsplanung. Die eigentliche Behandlung ohne Vorbereitung dauert etwa ein bis zwei Stunden. Vor der Behandlung wird die Patientin über dem Ultraschallkopf positioniert, der in den Behandlungstisch integriert ist. Sie erhält zu Beginn der Behandlung ein leichtes Beruhigungsmittel, bleibt aber während der gesamten Behandlung bei vollem Bewusstsein.

 

Ablation

Während der Behandlung liegt die Patientin auf dem Bauch in einer MRT-Röhre, die dreidimensionale Bilder des Myoms erzeugt. Mithilfe dieser Darstellung kann der Radiologe fokussierte Ultraschallwellen auf das Myom richten, das Geschwulst gezielt einschmelzen und die Behandlung überwachen. Der Magnetresonanztomograph bestimmt und kontrolliert vor und während der Behandlung die exakte Lage und Position des Myoms und der Ultraschallwellen sowie die erzielte Temperatur (Echtzeit-Bildkontrolle). Der Radiologe überwacht die Behandlung in einem Kontrollraum.

Fokussierte Ultraschallwellen werden nun auf das Myom in der Gebärmutter gerichtet. Der Ultraschall durchdringt die Haut, ohne sie zu beschädigen, und wirkt gezielt auf das Myom. Das Myom wird auf etwa 65 °C erhitzt und stirbt ab. Das zurückbleibende tote Gewebe wird vom Körper langsam abgebaut. Zwischen den einzelnen Ultraschallanwendungen sind Abkühlphasen notwendig. Die genaue Behandlungsdauer hängt von der Größe des Myoms ab. Die Behandlung ist weitestgehend schmerzfrei.

MR-HIFU ist eine schmerzfreie ambulante Behandlung von Myomen.

 

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung kann die Patientin die Klinik bereits nach einer Ruhezeit von zwei bis drei Stunden verlassen. Die Behandlung hat nur wenige Nebenwirkungen. Diese sind erheblich schwächer als die möglichen Komplikationen von Patientinnen nach einer Gebärmutterentfernung. Nebenwirkungen treten bei 10 bis 20 Prozent der Behandlungen auf. Dabei kann es sich um leichte Schmerzen während und nach der Behandlung, Schmerzen aufgrund der Köperposition während der Behandlung und unangenehmes Hitzeempfinden handeln. Patientinnen werden nach einer HIFU-Behandlung durchschnittlich einen Tag krankgeschrieben und können danach wieder ihre normalen körperlichen Aktivitäten aufnehmen. Nach einer Gebärmutterentfernung durch die Bauchhöhle werden Patientinnen durchschnittlich 19 Werktage krankgeschrieben.